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Studie der Stiftung Klimaneutralität offenbart Defizite in der Planungspraxis

Die Stiftung Klimaneutralität sieht erheblichen Verbesserungsbedarf bei der Entwicklung von Wärmeplänen: Vulnerable Haushaltsgruppen werden zu wenig berücksichtigt.
© Shutterstock/PauloseNK

Bei einer explorativen Untersuchung von 15 abgeschlossenen Wärmeplänen mit insgesamt 650.000 Haushalten aus acht Bundesländern ermittelte die Stiftung Klimaneutralität nicht nur erhebliche Unterschiede in Qualität und Vergleichbarkeit der Planungen, sondern auch große Defizite. Während 
einige Kommunen eindeutige Festlegungen treffen, weisen andere bis zu 35 Prozent ihrer Haushalte 
sogenannten Prüfgebieten zu. Soziale Aspekte wurden bei den untersuchten Planungen kaum berücksichtigt.

Die Stiftung Klimaneutralität formuliert in der Veröffentlichung auf Grundlage der Ergebnisse folgende Empfehlungen:

  • Die systematische Integration sozio-ökonomischer Daten in die kommunale Wärmeplanung.
  • Die Entwicklung von Quartiersinstrumenten für dezentrale Versorgungsgebiete mit differenzierten Unterstützungsangeboten, um die vorhandene Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) passgenauer zu machen.
  • Die Konkretisierung der gesetzlichen Kriterien im Wärmeplanungsgesetz für einheitlichere Planungsqualität und bessere Vergleichbarkeit. Diese Änderungen sollen bei der Fortschreibung der Kommunalen Wärmeplanungen berücksichtigt werden.
  • Eine klare Definition von Prüfgebieten und eine Begrenzung der Ausweisung zugunsten verbindlicher Festlegungen.

Die gesamte Studie zum Nachlesen finden Sie hier.