Das KWW-Dienstleisterverzeichnis fördert den Austausch zwischen Kommunen und Dienstleistungsunternehmen im Zuge der Kommunalen Wärmeplanung. Es dient als Übersicht potenzieller Dienstleister und ermöglicht es Kommunen, die Anbieter basierend auf ihren Anforderungen nach Leistungsspektrum und Region zu filtern.
Erläuterungen zu den Kategorien und weiterführende Informationen zur Ausschreibung von Dienstleistungen finden Sie unter der Filtermaske.

Hinweise zur Benutzung
- Das KWW-Dienstleisterverzeichnis ist eine Listung möglicher Anbieter und stellt keine Empfehlung dar. Das KWW kann keine Qualitätssicherung der gelisteten Anbieter gewährleisten.
- Das KWW erhebt mit dem Dienstleisterverzeichnis keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auch nicht gelistete Anbieter können für Sie in Frage kommen. Beachten Sie die für Sie jeweils geltenden vergaberechtlichen Vorschriften bei der Beschaffung von Dienstleistungen.
- Die Reihenfolge der gelisteten Dienstleister erfolgt zufällig und bildet keine Wertung ab.
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Dienstleistungen
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Duschl Ingenieure GmbH & Co. KG
Wir sind ein inhabergeführtes Ingenieurbüro für technische Gebäudeausrüstung und Energietechnik mit Hauptsitz in Rosenheim und zwei Schwesterfirmen, die Duschl Ingenieure Rhein-Main in Gießen und die Ingplan Technik in Chemnitz. Seit über 50 Jahren bringen wir - unter Berücksichtigung umweltschonender Techniken und neuester Erkenntnisse - unsere innovativen Lösungen und unsere Kreativität in die Planung / Realisierung von Bauvorhaben ein. Unser Anspruch ist es, mit der kommunalen Wärmeplanung eine Grundlage zu schaffen, welche eine sichere Basis für die anschließende Umsetzung darstellt. Aufgrund unserer Erfahrungen u.a. in der Konzeptionierung und Planung von Wärmenetzen, der Nutzung erneuerbarer Energien und Abwärme oder der Entwicklung von nachhaltigen Energiekonzepten, verfügen wir über das notwendige Knowhow, um zukunftsfähige und in der Praxis realisierbare Lösungen zu finden. So wird ein konsistenter Prozess von der Planung über die Ausführung bis zum Betrieb gewährleistet, welcher Zeit, Kosten und CO2 einspart.
Hauptstandort:
Duschl Ingenieure GmbH & Co. KGÄußere Münchener Str. 13083026 Rosenheimhttps://www.duschl.de
Lots* GmbH
Als Kommunikationsberatung begleiten wir Organisationen der Daseinsvorsorge und der öffentlichen Hand bei der Entwicklung des kommunalen Wärmeplans und der sich anschließenden kommunalen Wärmewende. Mit individuellen Kommunikationskonzepten sowie Dialog- und Beteiligungsformaten ermöglichen wir die frühzeitige Akteursbeteiligung im Sinne eines Stakeholdermanagements und einen adressat*innengerechten Dialog mit den betroffenen (Teil-)Öffentlichkeiten. Dabei kommen sowohl analoge als auch digitale Formate zum Einsatz. Mit unseren Büros in Berlin, Dresden, Leipzig und Köln sowie einem Netzwerk an technischen Partner*innen und Planungsbüros begleiten wir Projekte der Kommunalen Wärmeplanung bundesweit.

sbc soptim business consult GmbH
Als sbc soptim business consult GmbH haben wir uns mit dem Gas- und Wärme-Institut Essen e.V. zu einem Bieterkonsortium "Kommunale Wärmeplanung NRW" zusammengeschlossen. Gemeinsam bieten wir die komplette Dienstleistung einer kommunalen Wärmeplanung für Kommunen in NRW a.

ifok GmbH
Im Ramen der Wärmeplanung verfügt ifok sowohl über die Erfahrung in Projekten auf kommunaler und Landkreis-Ebene (z. B. Köln, Bochum, Heilbronn, Aalen, Landkreis Lörrach) als auch über Strategieprojekte für Energieversorger, Landesenergieagenturen, regionale Energieagenturen sowie das Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende der dena. Als Vorreiter in Sachen interkommunaler Wärmeplanung hat ifok unter anderem die bundesweit erste Wärmeplanung im Konvoi im Landkreis Lörrach begleitet. Die Grundlagen unseres Beteiligungsansatzes in der Wärmeplanung bilden sich aus dem Dreiklang: Verständnis bei allen Akteuren schaffen, Strategieentwicklung zu Beginn des Prozesses sicherstellen und den fachlichen Austausch mit allen relevanten Akteuren forcieren. Damit steht ifok für Wärmepläne, die nicht nur konzipiert, sondern auch umgesetzt und bei den Akteuren vor Ort fest verankert werden. ifok hat dabei eine strategische Blaupause für gelungene Akteursbeteiligung entwickelt, welche alle relevanten Stakeholder einer Region identifiziert und prozessual einbindet. Dieser Akteursleitfaden wurde vom Kompetenzzentrum für Kommunale Wärmewende veröffentlicht und setzt den bundesweiten Standard für die Konzeption und Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung. ifok verfügt außerdem über 20 Jahre Erfahrung im Bereich der Erstellung von Energiekonzepten, Klimaschutzplänen und -programmen und Klimamobilitätsplänen sowie thematisch verwandten Projekten auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. Mit ausgewiesener Expertise und umfassende Erfahrungen bei der Beteiligung von Stakeholdern (sowohl professionelle Akteure als auch Bürgerinnen und Bürger); umfassender Expertise in der Konzeption und Durchführung von Veranstaltungen aller Art und einen großen Erfahrungsschatz im Bereich Beteiligung und Dialog in den Themenfeldern Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Energie, Mobilität und Stadtentwicklung unterstützt ifok Kommunen in ihrer Entwicklung.

ENMA GmbH Energie & Objekt Management
Kommunale Wärmeplanung, Energieausweise, Energie-Contracting, Wärmenetze, Wärmekunden-Akquise, Betriebsführung von Heiz(kraft)werken, Biomasse-Brennstoffe, Photovoltaik-Planung, Gewerbliche und private Mieterstrommodelle, Investition, Nachhaltige Objektverwaltung, Nachhaltige Grünflächengestaltung, Nachhaltige Entwicklung von Gewerbegebieten und Sondergebieten für Erneuerbare Energien, Öffentlichkeitsbeteiligung:
Hauptstandort:
ENMA GmbH Energie & Objekt ManagementRobert-Bosch-Str., 2. OG85117 Eitensheimhttps://www.enma-energie.eu
GeoCollect GmbH
Die GeoCollect GmbH wurde 2011 in Regensburg gegründet und ist seit 2018 in Chemnitz ansässig. Wesentliche Meilensteine waren die Bewilligung der EU-Förderung Horizon 2020 im Jahr 2016 und die Listung durch die Viessmann Deutschland GmbH im Jahr 2018. Ziel des Unternehmens war die Entwicklung und ist nach wie vor die Herstellung und der Vertrieb eines patentierten und als Gebrauchsmuster geschützten dünnschichtig, großflächig und turbulent durchströmten Wärmetauschers für deutlich höhere Entzugsleistungen im Erdreich, als das mit Rohrphysik möglich wäre. Diese optimale Wärmetauscherphysik in Kombination mit einer senkrechten Einbaulage ermöglicht Entzugsleistungen von 142,61 W/m² bei 2000 Volllaststunden im Jahr im Standard-Einbauverfahren. Mit 1,50 m Einbautiefe und einem seitlichen Verlegeabstand von min. 70 cm zueinander ist der GeoCollect-Absorber in der Lage stärker als andere Systeme die durch Vereisung freiwerdende Erstarrungswärme zu nutzen, da er sich viel schneller als andere bekannte Systeme regeneriert. Dadurch wird der GeoCollect-Erdabsorber zu einem Zwitter zwischen klassischen Erdkollektoren und Eisspeicher. Natürlich setzt die starke Nutzung der Erstarrungswärme voraus, dass das Verfüllmaterial eine kapillare Struktur aufweist, damit Volumenveränderungen im Erdreich sich nicht an der Oberfläche auswirken. Die Auslegung des GeoCollect-Erdwärme-Absorber-Systems erfolgt so, dass ein Zusammenwachsen von Eisbildung ausgeschlossen wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Erdkollektoren ist das GeoCollect-Erdwärme-Absorber-System eine durchaus leistungsfähige Quelle für passive Kühlung in den Sommermonaten. Eine Kühlleistung von 1 kW pro Absorberstrang kann über 500 Kühlstunden pro Saison abgerufen werden. Die einzelnen Absorberstränge werden über einen Soleverteiler parallel angeschlossen. Der hydraulische Abgleich erfolgt mittels Durchflussmengenbegrenzer im Verteilerschacht. Das GeoCollect-Erdwärme-Absorber-System ist in der Regel auch in Trinkwasser- und Heilquellenschutzgebieten der Zone III einsetzbar. Bei hohen Grundwasserständen kann das Einbringen einer zusätzlichen natürlichen Dichtschicht (Bentonitmatten) vorgeschrieben werden. Für eine pauschale Beurteilung, ob die Grundstücksfläche für das Absorber-System ausreichend ist, kann man etwa davon ausgehen, dass bei Standardverlegung ein Drittel der zu beheizenden Gebäudefläche ausreichend ist. Ein Einbau in zwei Ebenen ist möglich und reduziert die benötigte Grundstücksfläche auf ein Sechstel der zu beheizenden Gebäudefläche. Unter besonderen Voraussetzungen ist auch die Überbauung des Absorberfeldes möglich. So ist z.B. bei Überbauung mit versickerungsfähigem Pflaster (z.B. Parkplatz, Einfahrt) darauf zu achten, dass das Pflaster eine dauerhafte Durchlassfähigkeit von 270 l/s*ha und der darunter als Tragschicht einzubringende offenporige Beton einen Kf-Wert > 10-4 m/s hat. Bei Überbauung mit versiegelten Flächen, so auch unter Gebäuden, ist grundsätzlich eine Befeuchtung der Anlage durch Regenwasserverrieslung in Drainagerohren und eine solarthermische oder anderweitige Regeneration zwingend erforderlich. Im Rahmen der seit 2022 forcierten Energiewende nehmen sowohl Bedeutung als auch die Einsatzmöglichkeiten unseres Produktes erheblich zu. Dazu gehören: • Die Erschließung von Wärmepumpenquellen für kalte Nahwärmenetze zum Teil unter landwirtschaftlichen Nutzflächen • Die Nutzung der Erde als Pendelspeicher in Kombination mit Solaren Quellen oder Prozessabwärme – und damit verbunden die Schaffung weitgehend autarker energetischer Gesamtkonzepte für Wohnquartiere, Gewerbeobjekte und öffentliche Gebäude.

Fraunhofer IEG - Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG
Die Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in Deutschland ist die weltweit führende Organisation für anwendungsorientierte Forschung. Mit ihrer Fokussierung auf zukunftsrelevante Schlüsseltechnologien sowie auf die Verwertung der Ergebnisse in Wirtschaft und Industrie spielt sie eine zentrale Rolle im Innovationsprozess. Als Wegweiser und Impulsgeber für innovative Entwicklungen und wissenschaftliche Exzellenz wirkt sie mit an der Gestaltung unserer Gesellschaft und unserer Zukunft. Die 1949 gegründete Organisation betreibt in Deutschland derzeit 76 Institute und Forschungseinrichtungen. Mehr als 30 000 Mitarbeitende, überwiegend mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung, erarbeiten das jährliche Forschungsvolumen von 2,9 Milliarden Euro. Davon fallen 2,5 Milliarden Euro auf den Bereich Vertragsforschung. Die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG forscht an sieben Standorten auf den Gebieten integrierter Energieinfrastrukturen, Geothermie und Sektorenkopplung für eine erfolgreiche Energiewende. Wir entwickeln Ideen, Technologien und Strategien für die nächste Phase der Transformation der Energiesysteme und verstehen uns als unabhängiger Vordenker für Politik, Wirtschaft, Regulierung und Gesellschaft. Durch die Gründung der Fraunhofer IEG leistet die Fraunhofer-Gesellschaft einen wesentlichen Beitrag daran, die Märkte für die Anwendung von Geothermischen Energiesystemen, der Speicherung von Energieträgern und Technologien zur Kopplung der Energiesektoren Wärme, Strom und Verkehr noch gezielter zur erschließen. Unsere Kompetenz im Bereich der Energieforschung stützt sich auf die Synergie aus technischem, natur- und wirtschaftswissenschaftlichem Wissen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei unserer Arbeit wenden wir nicht nur ein breites Spektrum digitaler Tools sowie fortgeschrittener wissenschaftlicher Methoden und Modelle auf Basis unser umfangreichen experimentellen Labor- und Testinfrastruktur an, sondern entwickeln diese auch unter Nutzung der Erkenntnisse aus den durchgeführten Forschungsprojekten kontinuierlich weiter. Schwerpunktthemen sind Wasserstoff, Energieinfrastrukturen und Sektorenkopplung, Wärmebergbau und Speicherung, Bohrlochtechnologien, Georessourcen und die Entwicklung der dafür benötigen Technologiebausteine, Energietechnik sowie CO2-Abscheidung.
Hauptstandort:
Fraunhofer IEG - Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEGAm Hochschulcampus 144801 Bochumhttps://www.ieg.fraunhofer.deWeitere Informationen zu unserem Dienstleisterverzeichnis
Die Kommunale Wärmeplanung (KWP) ist heterogen, oft verschieden je nach Bundesland und vor allem individuell für jede Kommune. Sie umfasst diverse Leistungsbausteine und Phasen, die in sich wiederum unterschiedlich ausgestaltet sein können. Diese Leistungsbausteine können von einem oder mehreren Dienstleistern bearbeitet oder auch von der Kommune selbst erbracht werden. So vielfältig wie diese Situation ist auch das Spektrum der Dienstleister für die Kommunalen Wärmeplanung.
Dienstleister können Kommunen bei der Erstellung des Wärmeplans und darüber hinaus beispielsweise in der Fördermittelakquise, der Akteursbeteiligung, der Projektkoordination oder der Bereitstellung von Softwarelösungen zum Datenmanagement unterstützen. Maßgebend sind dabei auch die Voraussetzungen in den Kommunen hinsichtlich ihrer Größe, Personal- und Verwaltungsstruktur, Anzahl der zu beteiligenden Akteure sowie der Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Manche Kommunen führen Teile ihrer Wärmeplanung eigenständig oder mit anderen kommunalen Akteuren durch.
Um für Sie passende Dienstleister zu finden, können Sie Ihre Suche entlang der Kategorien Datenmanagement, Planungsleistung, Projektkoordination sowie Akteursbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit spezifizieren. Es ist dabei ratsam, die Planungsschritte ab der Bestands- und Potenzialdatenanalyse über die Erstellung von Zielszenarien bis zur Formulierung von Umsetzungsstrategien in einem Auftrag an einen Dienstleister zu vergeben. Über die angegebenen Referenzen können Sie bereits grob einschätzen, ob das Angebot eines Dienstleisters zu Ihren Anforderungen passt.
Die Qualität des Kommunalen Wärmeplans hängt maßgeblich von der Qualität der Ausschreibungsunterlagen für die Dienstleistungen ab. Vorlagen für eine umfängliche Leistungsbeschreibung finden Sie in unserem KWW-Musterleistungsverzeichnis.
Daten sind die Grundlage der Wärmeplanung. Beschaffung, Analyse und Aufbereitung der Daten sind daher entscheidende Bausteine des Prozesses, insbesondere bei der Bestands- und Potenzialanalyse. Wenn Kommunen die personellen Ressourcen oder Kenntnisse im Umgang mit Geoinformationssystemen (GIS) dafür nicht intern abbilden können, werden auch hierfür externe Dienstleister einbezogen. Das Angebot reicht dabei von der Bereitstellung einer eigenständig bedienbaren Softwarelösung bis zum Rundumpaket, in dem Planung und Datenmanagement eng verzahnt in der Hand eines Dienstleisters liegen.
Einige Anbieter im Bereich Datenmanagement bieten ihre Leistung vor allem für andere Dienstleister an, die wiederum Planungsleistungen für die Kommunale Wärmeplanung erbringen.
In jedem Fall ist es ratsam, sich als Kommune darüber zu informieren, was das Angebot konkret umfasst und auf welcher Daten- und Berechnungsbasis die Dienstleistung erfolgt. Wichtig ist, dass die Datengrundlage die gesetzlich geforderte Datenschärfe umfasst. Weitere Informationen dazu finden Sie auch in unserem Datenkompass.
Weiterhin bietet es sich an, abzuklären, ob oder in welcher Form Ihnen die Daten anschließend auch für künftige Planungsprozesse zur Verfügung stehen.
Die Auswertung der Bestands- und Potenzialanalyse, um daraus Zielszenarien abzuleiten und schließlich eine Umsetzungsstrategie zu erarbeiten, wird üblicherweise von Ingenieurbüros durchgeführt. Die Anbieter unterscheiden sich mitunter in ihrer Größe und/oder Spezialisierung auf die Kommunale Wärmeplanung. Ein Blick in die Referenzprojekte, die Personalstruktur oder die ausgeschriebenen Stellen helfen, das Portfolio eines Anbieters einzuordnen. Bei der Auswahl eines Dienstleisters sollte auch die Frage berücksichtigt werden, auf welcher Datenbasis Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit und zum Treibhausgasausstoß verschiedener Szenarien durchgeführt werden.
Es ist hilfreich, bei der Auswahl von Dienstleistern darauf zu achten, dass Vorerfahrungen in folgenden Bereichen vorliegen:
- Potenzialanalysen Erneuerbarer Energien, Abwärme und von Einsparpotenzialen
- Planung von Wärmenetzen, Wärmespeichern oder Wasserstoffinfrastruktur
- Berechnung von Wirtschaftlichkeit eingesetzter Technologien
- Erstellung einer Treibhausgasbilanz
- Kenntnisse im Umgang mit Infrastrukturplanungen, Transformationsplänen, Raumordnung und Bauleitplanung
- Umweltprüfung, Umweltschutz, Landschaftsarchitektur
Die Projektkoordination im Rahmen des Multi-Akteursprozesses Kommunale Wärmeplanung (KWP) ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Projekts. In der Regel nimmt hierbei die Gemeinde eine verantwortliche Rolle ein und fungiert als Projektleitung, die den gesamten Prozess koordiniert und steuert. Dabei kann sie jedoch auch in variierendem Umfang von Dienstleistern unterstützt werden. Die wichtigsten Aufgaben in dieser Funktion umfassen:
- Interne Prozessorganisation: Gewährleistung reibungsloser interner Abläufe und Strukturen.
- Zusammenarbeit in der Verwaltung: Abstimmung zwischen verschiedenen Verwaltungsabteilungen für einen integrierten Planungsprozess.
- Kooperation mit externen Akteuren: Effektive Koordination und Zusammenarbeit mit externen Partnern wie Stadtwerken, Unternehmen und anderen relevanten Akteuren.
- Organisation von Arbeitsgruppen und Veranstaltungen: Management von Arbeitsgruppen und Veranstaltungen sowie Dokumentation der Ergebnisse.
- Leitung von Beteiligungsformaten: Planung und Umsetzung von Beteiligungsformaten zur Einbindung von Fachakteuren und ggf. Bürgerinnen und Bürgern. (IUnter "Akteursbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit" weiter spezifiziert)
Die Einbindung von Fachakteuren und der Bevölkerung kann als Bestandteil der Projektkoordination verstanden werden. Entsprechende Kommunikations- und Beteiligungsformate werden in Teilen von Ingenieurbüros angeboten, anderseits gibt es in diesem Bereich auch spezialisierte Kommunikationsberatungen. Je nach Spezialisierung variieren die Konzepte zur Einbindung der Akteure und zur Akzeptanzkommunikation hinsichtlich Komplexität und Umfang.
Gute Akteursbeteiligung kann die Akzeptanz und Qualität der Planungsergebnisse und später auch der Baumaßnahmen deutlich steigern. Sie bietet die Chance, bisher passive Akteure zu aktivieren. Parallel zur Beteiligung sollte die Öffentlichkeitsarbeit geplant werden, da sich hier viele Abhängigkeiten und Synergien ergeben. Es kann sinnvoll sein, zuerst ein Beteiligungskonzept zu erstellen und darauf aufbauend weitere Umsetzungsleistungen zu beauftragen. In einer Ausschreibung kann dies über optionale Leistungsbausteine oder Beispielkalkulationen mit einem Gesamtbudget abgebildet werden.

KWW-Wärmewendeatlas
Diese interaktive Karte und Tabelle gibt einen Überblick der laufenden und abgeschlossenen Kommunalen Wärmepläne. Dort können Sie unter anderem nachvollziehen, welche Dienstleister bei abgeschlossenen Wärmeplänen eingebunden waren.

KWW-Musterleistungs-verzeichnisse (MLV)
Unsere KWW-MLV enthalten bearbeitbare Vorlagen der Leistungsbeschreibung für die Vergabe der gesamten Leistungen oder Teilleistungen der KWP an externe Dienstleister.

Für Dienstleister
Sie bieten Dienstleistungen zur Kommunalen Wärmeplanung an und möchten im Dienstleisterverzeichnis gelistet werden? Dann tragen Sie die relevanten Eckdaten zu Ihrem Unternehmen in unser Anmeldungsformular ein.