Vergabe der Kommunalen Wärmeplanung
Die meisten Gemeinden suchen sich Unterstützung bei der Kommunalen Wärmeplanung und beauftragen Dienstleistungsunternehmen mit der Erstellung. Worauf Sie dabei achten müssen, erfahren Sie auf dieser Seite.

Ausschreibung und Beauftragung der KWP
Bei der Auswahl von Dienstleistungsunternehmen soll auf Basis der Prinzipien Gleichbehandlung, Verhältnismäßigkeit und Wirtschaftlichkeit ein fairer Wettbewerb gewährleistet werden. Der Zuschlag erfolgt auf das Angebot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ob Sie einen Auftrag an externe Dienstleisterinnen und Dienstleister national oder europaweit ausschreiben müssen, hängt von der Höhe des Auftragswertes ab. Dafür müssen Sie die Kosten objektiv und nachvollziehbar im Vorfeld schätzen.
Sie können sich dabei an den Zahlen aus der KWW-Kommunenbefragung (beispielsweise ab Folie 31 im Bericht zur KWW-Kommunenbefragung 2025), an den Erfahrungen anderer Gemeinden oder künftig an den Konnexitätszahlungen der Bundesländer orientieren. Den Auftragswert können Sie reduzieren, indem Sie bestimmte Aufgaben selbst übernehmen oder schon erbrachte Vorarbeiten bei der Schätzung berücksichtigen.
Das wirtschaftlichste Angebot, also das mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, bekommt den Zuschlag. Damit Sie nicht nur auf Grundlage des Preises, sondern auch der Qualität entscheiden können, brauchen Sie Zuschlagskriterien für diesen Prozess. Diese Kriterien können beispielsweise sein:
- Aufbau
- Methodik und ihre Nachvollziehbarkeit
- Ablauf und Zeitplanung
- Beteiligungskonzept
- Organisation und Qualifikation
Weitere Eignungskriterien können sein:
- Referenzen des Unternehmens sowie Erfahrung des Dienstleistungsunternehmens in der Kommunalen Wärmeplanung oder vergleichbaren Planungen
KWW-Vergabeleitfaden
Der KWW-Vergabeleitfaden richtet sich an die planungsverantwortlichen Stellen in Kommunen und deren Mitarbeitende. Er bietet ihnen eine Hilfestellung und zeigt Wege auf, wie bei der Beauftragung eines KWP-Dienstleistungsunternehmens unter Beachtung des Vergaberechts vorgegangen werden kann.
Der Leitfaden orientiert sich dabei an dem logischen Ablauf der Beschaffung von Dienstleistungen, beginnend mit Vorfragen und der Vorbereitung, über die Durchführung des Vergabeverfahrens bis hin zur Leistungsphase. Aufgezeigt werden die grundsätzlichen Aspekte und Lösungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der Besonderheiten der KWP. Maßgeblich ist die Perspektive der Praxis. Ziel ist es, eine zweckmäßige und umsetzbare Hilfestellung zu geben, ohne die rechtlichen Vorgaben zu vernachlässigen.

Praxisbeispiel: Landkreis Lörrach
Der Landkreis Lörrach hat bei seiner Ausschreibung einen sehr umfassenden Kriterienkatalog verwendet. Das KWW stellt diesen ohne rechtliche Bewertung zur Verfügung.
Musterleistungsverzeichnis nutzen
Das Leistungsverzeichnis ist das Herz der Ausschreibung. Es muss eindeutig, verständlich und umfassend formuliert sein. Es konkretisiert die Leistungsbestandteile sowie die zeitliche Abfolge und Terminierung der Leistungen und macht somit die eingehenden Angebote transparent und vergleichbar. Das KWW stellt Musterleistungsverzeichnisse (kurz MLV) bereit, die auf die jeweiligen landesrechtlichen Anforderungen zugeschnitten sind.
Dienstleistungsunternehmen finden
Das KWW-Dienstleisterverzeichnis bietet eine Übersicht zu potenziellen Dienstleistenden und ermöglicht es Kommunen, die Anbietenden basierend auf ihren Anforderungen nach Leistungsspektrum und Region zu filtern.
