KWW-Kommunenbefragung

Die Umfrage des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW) gibt einen guten Einblick, wie Kommunen die Kommunale Wärmeplanung angehen, welche Hürden sie überwinden müssen und wo Nachbesserungsbedarf im gesamten Prozess besteht. Damit bieten die Befragungsergebnisse auch wichtige Impulse und Prüfsteine für die Arbeit des KWW. Neben der Gesamtauswertung finden Sie am Ende dieser Seite auch Ergebnisberichte aus den Bundesländern, bei denen die Zahl der Antworten eine bundeslandspezifische Auswertung sinnvoll zulässt.

Kommunenbefragung 2024

Vom 10. Juni bis zum 21. Juli 2024 führten wir unsere diesjährige Befragung zur Kommunalen Wärmeplanung durch. Derzeit befinden wir uns in der Auswertung der Antworten. 

In aller Kürze: Ergebnisse aus 2023

Die Online-Befragung fand im Oktober 2023 unter Vertreterinnen und Vertretern von Kommunen statt. Es handelt sich um eine qualifizierte, nicht repräsentative Stichprobe. Es wurden 862 auswertbare Datensätze gesammelt. Die Durchführung und Auswertung erfolgte durch die GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH.

Das sind die zentralen Erkenntnisse: 

  • Die Mehrheit der Kommunen befindet sich in der Vorbereitung der Kommunalen Wärmeplanung (KWP). Die meisten Durchführenden befinden sich in der Phase der Bestandsanalyse.
  • Die häufigsten Gründe, weshalb mit der KWP noch nicht begonnen wurde, sind personelle Ressourcenknappheit, ein unklarer rechtlicher Rahmen sowie der Mangel an finanziellen Ressourcen. 
  • In über der Hälfte der Kommunen übernimmt der Bereich Klimaschutz die Koordination der KWP.
  • Die Mehrheit der Befragten führt die KWP nicht selbst durch, sondern vergibt die KWP überwiegend oder komplett fremd.
  • Die meisten Teilnehmenden, die bereits mit der Wärmeplanung begonnen haben, beauftragen externe Dienstleister, um die Aufgaben der Wärmeplanung zu erfüllen. Die Kosten variieren stark - zwischen 0,84 Euro bis 6,32 Euro pro Kopf der Bevölkerung - und sind umso höher, je weniger Einwohner es in dem betreffenden Planungsgebiet gibt.
  • Vor allem kleinere Gemeinden arbeiten bei der KWP als interkommunaler Zusammenschluss. 
  • Etwa die Hälfte der Teilnehmenden schätzt ihren Wissensstand zur KWP als mittelmäßig ein.
  • Von besonderem Interesse, wozu aktuell kein oder nur unzureichend Zugang besteht, sind Daten für den Wärmeplan. 
  • Das größte Interesse besteht an Informations- und Beratungsformaten, die spezielle Informationen für bestimmte Kommunentypen enthalten. Vorlagen und Muster werden besonders nachgefragt. 
  • Die Teilnehmenden sehen einen großen Mehrwert in der Vernetzung mit strukturähnlichen Kommunen.

Für einige der geäußerten Unterstützungswünsche bieten wir Kommunen bereits heute Unterstützung: 

Das KWW-Musterleistungsverzeichnis enthält Vorlagen für die Ausschreibung von Dienstleistungen im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung. Das KWW-Dienstleisterverzeichnis erleichtert Kommunen den Austausch mit qualifizierten Dienstleistern. Der KWW-Datenkompass bietet eine Übersicht der verfügbaren Daten und wo diese angefordert werden können. Webseminare wie die KWW-Speziale, die KWW-Praxisblicke oder die KWW-Konferenz vermitteln Informationen zur Wärmeplanung und bieten viele Gelegenheiten für Vernetzung und Austausch unter Kommunen.

Berichte zur KWW-Kommunenbefragung 2023

KWW-Kommunenbefragung 2022

Mit der Kommunenbefragung 2022 hat das KWW einen ersten Stand zur KWP in Deutschland ermittelt.

Zu den Ergebnissen aus 2022